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Ist Landschaftsgärtner ein attraktiver Beruf? PDF Drucken E-Mail

 

Lohnt sich die Ausbildung zum Landschaftsgärtner?

 

Natürlich gilt es zunächst zu klären, ob Neigung, Talent, Liebe und Verständnis für die Natur vorhanden sind. Oft geht es auch zuerst darum, welche Zukunftschancen der Beruf bietet. Klar ist: Unser Beruf hat Zukunft, weil wir gebraucht werden. Und wir lieben ihn.

Zu der Branche gehören: Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau oder kurz: GaLaBau. Menschen, die in diesem Bereich arbeiten, nennt man Landschaftsgärtner. Wenn Sie mehr über diesen spannenden Beruf wissen wollen, lesen sie einfach weiter…

 

Das Berufsbild der Landschaftsgärtner in Zahlen:

 

In Deutschland gibt es mehr als 12.000 Landschaftsgärtner-Fachbetriebe mit ungefähr 90.000 Mitarbeitern. Dazu kommen noch ca. 6.000 Auszubildende.


Kunden sind Gemeinden, Kommunen, Länder, Gewerbebetriebe, Industrie und Privatleute. Zu den Tätigkeiten gehören:

  • Hausgärten anlegen und pflegen,
  • Parkanlagen gestalten und unterhalten,
  • durch Pflanzen von Bäumen, Sträuchern und Verkehrsbauwerken Natur in die Stadt bringen,
  • Sport- und Spielplätze, Golf- und Freizeitanlagen anlegen und pflegen
  • Außenflächen von Firmen und öffentliche Grünanlagen mit dauerhaften Pflanzflächen oder saisonalen Beeten gestalten,
  • Wintergärten anpflanzen.
  • Tätigkeiten im Naturschutz und in der Landschaftspflege durchführen.

Die Ausbilungsvergütung laut Tarif ab 1. September 2009 beträgt bei einer 3-jährigen Ausbildung im ersten Lehrjahr 490,00 €, im zweiten 580,00 € und im dritten Jahr 665,00 € vor der Vollendung des 18. Lebensjahres. Näheres gibt es auf den berufsständischen Internetseiten der Länder.

 

Die Ausbildungsinhalte sind dual gegliedert.

 

Im Betrieb wird den Auszubildenen die gärtnerische Praxis von Grund auf beigebracht. In der Berufsschule gibt es Pflanzenkunde, Technik des Gartenbaus, Mathe und Materialkunde. Dazu gehören auch überbetriebliche Lehrgänge (Augala), in denen den angehenden Landschaftsgärtnern gezeigt wird, wie Motorsägen, Radladen und Bagger sicher bedient werden und wie Natursteine verarbeitet werden.

 

Landschaftgärtner lernen während ihrer Ausbildung:

 

Pflanzenkenntnisse, Pflanzenverwendung, Durchführung von Pflanzung, Schutz von Pflanzen, Pflanzenschnitte, Gebäude begrünen,  Herstellung von Pflaster, Natursteinarbeiten,  Terrassenbelägen, Drainschichten, Erdarbeiten, Entwässerungsarbeiten, Tragschichten, wassergebundene Decken,  Rodungen, Baumfällung, Anwendung von Begrünungssystemen, Baustelle einrichten, Pläne lesen, … und natürlich auch gestalterische Kompetenz  - wie man Mauern und Treppen, Teiche, Becken Wasserläufe, Zäune, Rankgitter, Lärmschutzwände, Spielgeräte baut oder diese Flächen anlegt.

 

Neben dem GaLaBau gibt es noch sechs weitere Fachrichtungen für Gärtner:

 

  • Baumschulen: Baumschulgärtner/-in schulen Bäume, Hecken und Sträucher auf – sprich: Hier werden Pflanzen produziert.
  • Friedhofsgärtnerei: Friedhofsgärtner/-in pflegen und pflanzen Gräber, machen den Unterhalt der Grünflächen auf den Friedhöfen und legen gärtnerische Anlagen an.
  • Gemüsebau: Gemüsegärtner/-in kümmern sich um den Anbau von frischem Gemüse im Freiland und unter Glas.
  • Obstbau: Obstbauer/in heißen die Gärtner, die Äpfel, Birnen, Erdbeeren und weitere süße Früchte für den Verzehr kultivieren und verkaufen.
  • Staudengärtnerei: Staudengärtner/-in ist in der Ausbildung eng mit dem Zierpflanzengärtner verwandt. Sie sind für die Vermehrung, Anzucht und Kultur von mehrjährigen Staudenpflanzen verantwortlich.
  • Zierpflanzenbau: Man nennt ihn auch den Bu-Zie-Gärtner/-in. Diese Fachsparte baut Zierpflanzen an, im Gewächshaus und im Sommer auch im Freien.

 

Folgende Aufstiegschancen sind nach der Ausbildung möglich:

 

Abteilungsleiter im Gartenbau, Ausbildungsmeister, Baustellenleiter, European Treeworker, Fachagrarwirt, Baumpfleger, Gartenamtsleiter, Greenkeeper, Kaufmännischer Betriebsleiter im Gartenbau,Kolonnenführer, Landschaftsarchitekt, Maschinenführer, Natur- und Landschaftspfleger, Oberbauleiter, Projektleiter, Sachverständiger.